Freiberg, 19.10.2013, von Blanka Sperner

Plattenbau gelöchert

Am Samstag (19.10.13) hatten wir die seltene Gelegenheit unsere Ausbildung in einem abrißreifen Plattenbau durchzuführen und dort das Thema "Decken- und Wanddurchbrüche" ausgiebig mit unterschiedlichsten Gerätschaften anzugehen.

Vorausgegangen war dem Ganzen eine Anfrage an die Stadt Freiberg (Hochbau-und Liegenschaftsamt), ob wir im für den Abriß vorgesehenen Teil des ehemaligen Rülein-Gymnasiums eine Ausbildung durchführen können. Bei den zuständigen Stellen stießen wir auf offene Ohren und nach einer Begehung der Örtlichkeiten, bei der die geplanten Arbeiten mit einem Baustatiker diskutiert wurden, stand der Aktion nichts mehr im Wege.

Als erstes stand am Samstag morgen jedoch eine kurze theoretische Unterweisung auf dem Plan, um das Vorgehen bei Wand- und Deckendurchbrüchen sowie die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen in Erinnerung zu rufen. Anschließend ging es mit GKW 1, MzKW, LKW Kipper und MTW-OV zum Übungsobjekt, wo sich die insgesamt 17 Helfer, verteilt auf zwei Gruppen, umgehend an die Arbeit machten. Während sich die "Wanddurchbruchsgruppe" als erstes an einem einfacheren Objekt, einer Ziegelwand, zügig mittels Bohrhammer durch die Wand arbeiten konnte, war die "Deckendurchbruchsgruppe" von Anfang an stark gefordert, da sie es mit einer 28cm dicken Spannbetondecke zu tun hatte. Um ein Nachbrechen des 3m langen und 0.6m breiten Plattenteils zu verhindern, das für den Durchbruch vorgesehen war, wurde selbiges mit einer Holzstrebe abgestützt. Nachdem dann noch Bodenbelag und Estrich entfernt worden waren, konnte der eigentlichen Decke mittels Kernbohrgerät zu Leibe gerückt werden. Anschließend wurde rund um die dadurch erzeugte Öffnung getestet, wie mittels Bohrer, Bohrhammer, etc. die Öffnung am besten weiter vergrößert werden kann.

Währenddessen hatte sich die andere Gruppe ebenfalls dem Beton zugewandt und begann damit, in eine der massiven Wände mittels Betonkettensäge eine Öffnung zu schneiden. Aufgrund einer Wanddicke von 25cm, war dies eine relativ zeitraubende Angelegenheit, die aber schlußendlich vom Erfolg, d.h. dem Durchbruch, gekrönt war. Einige Helfer rückten der Betonwand noch mit dem schweren Aufbrechhammer zu Leibe -- ein im Vergleich zur Betonkettensäge reichlich mühsames Verfahren.

Mit dem Rückbau und Säubern sämtlicher Gerätschaften sowie der Rückfahrt in den OV fand eine interessante und lehrreiche Ausbildung ihren Abschluß.

Wir bedanken uns herzlich für das Entgegenkommen der Stadt Freiberg und die Unterstützung durch das Hochbau- und Liegenschaftsamt, insbesondere durch den Amtsleiter, Herrn Böhnstedt, und den zuständigen Sachbearbeiter, Herrn Gutmann. Ebenso zu Dank verpflichtet sind wir dem Baustatiker, Herrn Jahn, der uns wichtige Informationen zur Bausubstanz und deren Statik vermittelte.


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