Spektakuläre Großübung

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THW Mittelsachsen und Bundeswehr trainieren für den Ernstfall

Eine besondere und anspruchsvolle Ausbildungsmission führte die mittelsächsischen THW-Ortsverbände Freiberg und Döbeln am 08. - 10.05. nach Brandenburg. Auf dem Truppenübungsplatz Lehnin probten rund 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte gemeinsam mit dem Kreisverbindungskommando Mittelsachsen der Bundeswehr den Ernstfall unter hochrealistischen Bedingungen.

Das Ziel: Die fachübergreifende Zusammenarbeit stärken und den präzisen Einsatz von Spezialgerät trainieren.

Gebündelte Schlagkraft durch schwere Technik

Ein besonderer Fokus der Übung lag auf der schweren Räumtechnik. Die Fachgruppen Räumen beider Ortsverbände bewiesen eindrucksvoll ihre Leistungsfähigkeit. Dabei arbeiteten der Teleskoplader aus Freiberg und der Radlader aus Döbeln Hand in Hand.

Neben der Instandsetzung von Wegen und Straßen – was im Katastrophenfall entscheidend ist, um Schadensgebiete erreichbar zu machen – kam die Technik auch bei komplexen Rettungsmanövern zum Einsatz. So unterstützte der Teleskoplader die Bergungsgruppen tatkräftig dabei, eine verletzte Person sicher vom Dach eines mehrstöckigen Gebäudes zu retten.

Komplexe Einsatzszenarien im Überblick

Die Helferinnen und Helfer wurden mit einem breiten Spektrum an Herausforderungen aus den Bereichen Bergung und technischer Hilfeleistung konfrontiert. Dabei bewährte sich vor allem die enge Verzahnung der Einsatzkräfte: Rettungstrupps wurden ganz bewusst gemischt aus Freiberger und Döbelner Mitgliedern zusammengestellt.

Zu den erfolgreich bewältigten Szenarien gehörten:

  • Hauseinsturz: Aus den Trümmern eines teilweise eingestürzten Gebäudes mussten mehrere Verschüttete befreit werden.
  • Verrauchte Unterführung: Nur unter schwerem Atemschutz war es den gemischten Trupps möglich, Personen aus der simulierten Gefahrenzone zu retten.
  • Bahnunfall: Nach einem fiktiven Zugunglück befreiten die Helfer eine eingeklemmte Person aus einem Waggon und transportierten sie auf einem Rollwagen sicher über die Schienen ab.

Das Highlight: Millimeterarbeit am Transportpanzer

Für besonderes Aufsehen sorgte die Fachgruppe Schwere Bergung aus Freiberg. Mit einer Sauerstofflanze – einem extrem heißen thermischen Trennverfahren – schnitten die Spezialisten präzise Löcher in die Panzerung eines Transportpanzers, um dessen spätere Beräumung vorzubereiten. Diese spektakuläre Aufgabe erforderte höchste Konzentration und absolutes fachliches Know-how.

Autark im Feldlager

Einsätze dieser Größenordnung erfordern nicht nur technisches Geschick, sondern auch eine funktionierende Logistik. Um die mehrtägige Übung komplett autark bewältigen zu können, errichteten die Einsatzkräfte ein vollständiges Feldlager. Mehrere Mannschaftszelte dienten als Unterkunft sowie als Verpflegungspunkt und stellten die Versorgung der 30 Beteiligten über den gesamten Zeitraum sicher.

Fazit: Die gemeinsame Übung auf dem Truppenübungsplatz Lehnin hat eindrucksvoll bestätigt, wie hoch die Einsatzbereitschaft der mittelsächsischen Rettungskräfte ist. Im Ernstfall greifen die Rädchen der verschiedenen Ortsverbände und der Bundeswehr reibungslos ineinander.

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