Die Woche ab dem 18. Mai verlangte unseren Helferinnen und Helfern ein hohes Maß an Flexibilität, Ausdauer und psychischer Belastbarkeit ab. Was als Unterstützung für das Landesjugendlager begann, entwickelte sich schnell zu einer komplexen Parallellage mit mehreren Einsätzen im Raum Görlitz und Pfaffenhain.
Die Einsatzwoche begann am Montagabend (18.05.2026) mit einer dringenden Alarmierung für unsere Fachgruppe Ortung. Das Stichwort: Einsturz eines Wohnhauses in Görlitz, drei Personen wurden vermisst. Unverzüglich machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg, um bei der Suche nach den Verschütteten zu unterstützen. Der intensive Sucheinsatz zog sich ohne Unterbrechung bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags, musste dann jedoch vorerst ergebnislos beendet werden.
Parallel dazu wirbelte die Lage den Dienstplan auf dem heimischen Hof durcheinander. Eigentlich war alles für die Unterstützung des Landesjugendlagers vorbereitet, doch aufgrund der Ereignisse wurde daraus am Dienstagmorgen ein spontanes „Fahrzeugtetris“.
Während die Fachgruppe Räumen zur Unterstützung nach Görlitz alarmiert wurde und dadurch den tausch vom kleinen zum großen Tieflader mit Telelader vollzog, disponierten andere Kräfte flexibel um: Ein Wechsel vom Mannschaftstransportwagen (MTW OV) auf den Mehrzweckkraftwagen (MzKw) mit dem kleinen Radlader auf dem Anhänger führte ein weiteres Team zur Unterstützung nach Pfaffenhain.
Am Donnerstagnachmittag gegen 14:00 Uhr schrillten die Melder erneut: Nachforderung der Fachgruppe Ortung für die Einsatzstelle in Görlitz.
Noch während der Anfahrt bzw. direkt bei der Ankunft an der Einsatzstelle folgte dann die traurige Gewissheit und das damit verbundene Einsatzende für beide Fachgruppen: Alle drei vermissten Personen konnten von den Einsatzkräften vor Ort geborgen werden – leider leblos.
Freitag früh fand dann eine intsive Nachbereitung der Technik statt.
Wir danken allen Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz unter diesen schweren Bedingungen sowie den benachbarten Ortsverbänden und Blaulichtorganisationen für die reibungslose Zusammenarbeit.
Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer.