Pirna, 01.05.2012, von Blamka Sperner

Trümmerberge in Pirna...

...sind zum Glück nur zum Üben da und nicht das Resultat eines Erdbebens.

Trümmerberge

Auch dieses Jahr durften wir das Übungsgelände der Rettungshundestaffel Sachsen Ost in Pirna für ein Ausbildungswochenende (27.-29.04.2012) nutzen. Selbst das Wetter war uns wohlgesonnen, so dass wir bei heiterem, mitunter fast zu heißem Wetter ein lehrreiches Wochenende verbrachten.

Ein Großteil der Mannschaft (inkl. Jugend) bewegte sich am Freitag bereits um 16:30 Uhr vom OV Freiberg aus gen Osten, wobei MTW-Zugtrupp und MTW-OV/Jugend die Vorhut bildeten. Etwas langsamer folgten LKW Kipper mit 50kVA-Stromerzeuger und MzKW mit Tandemachsanhänger und Bergeräumgerät. Am Übungsgelände angekommen wurden Zelte, Beleuchtung, Biertischgarnituren, etc. aufgebaut und als gegen 20 Uhr die Nachzügler mit GKW1 und Hänger eintrafen, war die Truppe komplett und das Lager eingerichtet.

Nach einer friedlichen Nacht (nicht wie letztes Jahr mit Alarmwecken um 5:00 Uhr) und einem gemütlichen Frühstück, verteilten sich um 8:00 Uhr die verschiedenen Gruppen (Bergung, Räumen, Jugend) im Gelände, um verschiedene Aufgaben zu lösen. Die Jugend erkundete diverse, teils unterirdisch gelegene Gebäude bzw. deren Reste und rettete unseren schon etwas mitgenommenen "Freund" Detlef (=Dummy). Außerdem stand der Umgang mit Schere und Spreizer auf dem Programm.

Die Fachgruppe Räumen nutzte die sonst leider nur selten gegebene Möglichkeit, mit dem Bergeräumgerät große Trümmerteile zu bewegen. Mittels diverser Anbauteile wurden die Trümmer nicht nur beräumt, sondern auch zu Hohlräumen aufgeschichtet, die bei zukünftigen Übungen als Verstecke dienen sollen.

Bei den Bergungsgruppen stand das Thema Aussteifen und Abstützen auf dem Programm, das nach einer kurzen Theorieeinführung gleich praktisch am Objekt umgesetzt wurde: in einer Hausruine wurde die Decke sowohl mittels Windenstützen als auch mit aus Holz gefertigten Streben abgestützt. Anschließend wurden horizontale Aussteifungen in die Fenster montiert. Nach diesen relativ einfachen Übungen ging's ans Eingemachte, d.h. ans Abstützen von Trümmern bzw. das Aussteifen von Hohlräumen im Trümmerberg. Schräge Flächen und labile Untergründe (Blöcke mit Hohlräumen dazwischen) erschwerten das Einbringen von rutschfesten Stützen und verdeutlichten die Schwierigkeiten, mit denen im Ernstfall zu rechnen ist.

Zusätzlich zu diesen Aktivitäten erfolgte am Nachmittag die Aus- und Weiterbildung der Kraftfahrer, die sich nach einer theoretischen Unterweisung in diversen Fahrübungen beweisen durften. Beim Rückwärtsfahren mit dem 2-Achs-Hänger war Konzentration und Zielgenauigkeit gefragt, um die aufgestellten Pylonen fehlerfrei zu umfahren (statt umzufahren!).

Gegen Abend wurde die über das Gelände verteilte Ausrüstung langsam wieder Richtung Fahrzeuge transportiert und verlastet. Die zersägten Holzreste landeten direkt im Lagerfeuer, um das sich nach dem wohlverdienten Grill-Abendessen die gesamte Mannschaft versammelte. Dort gab es zum Nachtisch leckeres Stockbrot und das ein oder andere kühle Bier bzw. Gläschen Wein.

Da der Abend etwas lang geworden war, kamen am Sonntag morgen manche Helfer nur schwer aus den Feldbetten. Der dröhnende Radlader vor dem Mannschaftszelt mit der auf dem Betonboden klappernde Schaufel lies jedoch auch den verschlafendsten Helfer aufschrecken und zum Frühstück eilen. Das Zusammenpacken ging dann gewohnt schnell vonstatten und als letzte Übung erfolgte die Heimfahrt im Verband, nur unterbrochen durch eine kurze Pause wegen "Kühlwasser-Problemen"....

Bedanken möchten wir uns bei der Rettungshundestaffel Sachsen Ost, dass wir ihr Übungsgelände nutzen durften, sowie bei den mitreisenden Müttern, Frauen & Freundinnen, die uns mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten bei Laune hielten.


  • Trümmerberge

  • Einsatzleitung

  • Holzzuschnitt mit der Kettensäge

  • Holzhänger

  • Versteckbau

  • Feldküche

  • Kraftfahrertraining

  • Hydrostempel

  • Holzausbau im Trümmerberg

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